Startseite | Kontakt | Sitemap | Impressum | intern |
Willkommen beim Jugendrotkreuz Brandenburg
Wer wir sind
Angebote
Aktuelles
Fotogalerie
Termine
Forum

01.06.2007 - 03.06.2007: Ladeswettbewerb Presseartikel

Stille.
Kaum jemand ist nicht bei der Sache.
Die Nerven sind gespannt und mehr als vierhundert Augenpaare sind auf den Mann der Stunde, Ingo Mandel, gerichtet. Er hält die Ergebnisse des Landeswettbewerbes 2007 in der Hand und strapaziert die Geduld der Kinder und Jugendlichen über alle Maßen. Wie jedes Jahr. Und jedes Jahr gelingt es ihm wieder, sämtliche Teilnehmer des Wettbewerbes auf die Folter zu spannen.
Dieses Jahr, am Wochenende vom 1. bis zum 3. Juni, wurde der 17. Landeswettbewerb für mehr als vierhundert Teilnehmer in Guben ausgerichtet. Und wie der Tross mittelalterlicher Ritterheere wächst auch das ‚Personal’, welches benötigt wird. Schiedsrichter, sowohl für die Bereiche in Erster Hilfe, im Rot-Kreuz-Wissen, als auch für die spielerischen und kulturellen Disziplinen wurden gebraucht. Mimen und realistische Unfalldarsteller durften nicht fehlen. Schließlich sollte der Unfall, um den man sich als Teilnehmer zu kümmern hatte, auch möglichst real wirken. Und um zeitliche Unregelmäßigkeiten wie im Jahr 2006 zu vermeiden, sind zwei Parcours angelegt worden, was natürlich den Bedarf an Helfern erhöhte. Die Massen mussten verpflegt, zur rechten Zeit zum rechten Ort transportiert und umsorgt werden, ohne dabei dem örtlichen Folklorefest in die Quere zu kommen, welches zeitgleich stattfand. Untergebracht wurden die Teilnehmer in dem Gubener Pestalozzi-Gymnasium. Die Kleinsten wurden vom Kreisverband Guben mit Bollerwagen ausgestattet, um nicht ihre Sachen allein tragen zu müssen. Alles in allem eine logistische Meisterleistung. Dem Organisationsteam des Landeswettbewerbes, der Stadt und dem Kreisverband Guben, sowie sämtlichen Helfern sei hier für ihre Unterstützung zum reibungslosen Gelingen des Wettbewerbes gedankt.
Bereits am ersten Abend gab es die Möglichkeit, sich ordentlich auszutoben, alte Bekanntschaften aufzufrischen, Freunden aus anderen Kreisverbänden, die man seit langem nicht gesehen hatte, in die Arme zu fallen und ein paar Ideen und Gedanken auszutauschen. Wo? Natürlich auf der Eröffnungsfeier. Um aber nicht vollkommen übermüdet am nächsten Tag zu starten, musste so manch einer traurigen Herzens doch noch ins Bett. Der Wettkampf am folgenden Tag wartete mit dem Thema „Märchen“ auf. Vom Märchenraten bis zur szenischen Gestaltung eines der Grimmmärchen war alles dabei. Ob Rotkäppchen, dass dem Wolf die Genfer Abkommen erläutert, oder den Bremer Stadtmusikanten, die ihre ‚Menschenrechte’ auf ihre Art durchzusetzen versuchten, die Teilnehmer waren oftmals sehr erfindungsreich. Fahrradunfälle und andere ‚Verstümmelungen’ des täglichen Lebens wollten versorgt werden. Auch ein Basketballturnier, welches extra bewertet worden ist, wurde veranstaltet und mit Begeisterung aufgenommen. Das Rot-Kreuz-Wissen erschöpfte sich nicht nur in den Grundsätzen des Roten Kreuzes und auch die Zusammenarbeit der Gruppenmitglieder untereinander stand auf dem Prüfstand. Insgesamt 17 Stationen waren zu bewältigen, was mit der abschließenden Abendveranstaltung mit Musik und Unterhaltung belohnt wurde.
Mancher hält den Atem an, ist ganz ruhig, als bereits die Mannschaften, welche den zweiten und dritten Platz belegen, aufgerufen worden sind. Einzelne Gruppenmitglieder halten sich erwartungsvoll und auch ein wenig ängstlich an den Händen. Sind wir Erster? Haben wir gewonnen? Wäre das möglich? Das Herz schlägt mit jeder Ansage des Moderators schneller. Quälend langsam verliest er die Anzahl der Punkte und mit wie viel Vorsprung die jeweilige Gruppe es auf das Siegertreppchen geschafft hat. Endlich ruft er den Namen des Kreisverbandes. Jubeln bricht aus. Hüpfen und vor Freude verzerrte Gesichter. Erleichterung und Glücksgefühle für die einen, eine kleine Enttäuschung für die anderen. Gleich viermal. Mindestens. Denn die dritten und zweiten Plätze haben sich nicht minder gefreut. Und jede der vier Altersgruppen wird gesondert bewertet. Eine Altersklasse aber hat sich ganz besonders gefreut. Nämlich die Sieger der Altersklasse I. Denn die werden dieses Jahr noch zum Bundeswettbewerb fahren dürfen.
Nächstes Jahr aber werden die Karten neu gemischt. Andere Gruppen werden sich besser vorbereiten. Sie haben aus Fehlern gelernt und werden sich mehr anstrengen. Und jeder hofft auf einen Sieg, aber jeder ist vor allem froh, überhaupt dabei zu sein. Und das ist die Hauptsache!

» zurück

Suche: